Kommunikation, Respekt

Die Welt Schule

In der Ausgabe 5 vom Mai 2011 steht in der brand eins der Artikel Die Welt Schule. Der Artikel ist von Christoph Kucklick mit Fotos von Felix Brüggemann.

Aus dem Text:

„Die Schule in Rinkeby, Schweden, hat 340 Schüler mit 70 verschiedenen Ethnien und ebensovielen Sprachen. Die Schüler kommen zu 95% aus dem Ausland. Jeder Krieg der vergangenen 30 Jahre hat Menschen nach Rinkeby verschlagen. Die Gegend gehört zu den übelsten des Landes und dennoch ist die Schule objektiv eine der besten des Landes – alljährlich überprüft durch standardisierte Abschlusstests. Die Schule hat praktisch keine Disziplinprobleme und empfängt seit 1997 am Ende jedes Jahres den frisch gekürten Literaturnobelpreisträger.

Börje Ehrstrand ist der Direktor dieser Schule. Er hat die zum Teil abgebrannte und kurz vor der Schließung stehende Schule unter folgenden drei Voraussetzungen übernommen: Er verlangte einen Stellvertreter, der ihm die administrative Arbeit abnahm. Er bestand auf dem Recht, die Lehrer selbst auszuwählen und sie sich nicht von der Schulzentrale vorschreiben zu lassen. Er pochte auf intensiver Zusammenarbeit mit dem Sozialamt, der Polizei und lokalen Organisationen.

Zu Beginn seiner Arbeit lud er alle Eltern ein. Bei der Versammlung fragte er, was die Eltern sich für ihre Kinder wünschten. Die Eltern formulierten die nächstliegende Hoffnung: dass ihre Kinder auf dem Arbeitsmarkt bestehen, damit sie Familien gründen, Kinder in die Welt setzen und glücklich werden können. Dieses Ziel setzt Börje Ehrstrand gemeinsam mit Eltern, Kollegen und Schülen um. Sein Credo ist einfach: „Jeder kann ein Gewinner sein.“

Die gemeinsame Sprache soll den Schülern die Möglichkeit der Kommunikation geben. Über die deutsche Manie, den Türken ihre Sprache zu verbieten und auf eine Leitkultur einzuschwören schüttelt er den Kopf. „Es kann nicht gut sein, jemandem etwas wegzunehmen. Ich bevorzuge, hinzuzufügen.“ Den größten Respekt, den man den Schülern erweisen kann, ist es, sie mit Worten zu versorgen. Bis daraus ihre eigenen werden.“

Ich meine, hier finden wir die Werte wieder, die jeden einzelnen von uns und uns als Gruppe in eine Aufwärtsentwicklung versetzen, die nicht zu stoppen ist:

  • Suche nach Sinn,
  • Respekt,
  • Kommunikation,
  • schlüssiges Handeln,
  • Unterschiedlichkeit als Stärke begreifen.
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